

Japanisches Hähnchencurry: das authentische Rezept für zu Hause
Zutaten
für 4 Personen
- 500 g Hähnchenoberkeulen
- 1 große Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 TL frisch gehackter Ingwer
- 2 Kartoffeln
- 2 Karotten
- 1 Handvoll grüne Bohnen
- 2 EL Uzukuchi-Sojasauce
- 100 g japanische Curry-Roux
- 60 cl Dashi-Brühe
- Öl
- Japanischer Reis zum Servieren
Kurz gesagt: Für ein hausgemachtes japanisches Curry Zwiebeln, Karotten und Kartoffeln anbraten, mit 800 ml Dashi oder Wasser aufgießen und 15 Minuten köcheln lassen. Dann abseits der Herdplatte 100 g Curry-Roux darin auflösen. Bei schwacher Hitze 10 Minuten eindicken lassen und auf japanischem Reis servieren.
Japanisches Curry, auch Karē Raisu genannt, gehört zu den Lieblingsgerichten japanischer Familien: Eine dickflüssige, braune und mild gewürzte Sauce umhüllt zartes Gemüse und geschmortes Fleisch. Es ist süßer und weniger scharf als indisches Curry und dank des Roux in weniger als einer Stunde zubereitet. Dieser Block aus Gewürzen und Mehl schmilzt beim Kochen und bindet die Sauce.
Ein Rezept aus der Ferne
Curry gelangte Ende des 19. Jahrhunderts durch die britische Marine nach Japan, die es ihren Besatzungen servierte. Auch die Kaiserlich Japanische Marine übernahm das Gericht: Noch heute servieren die Schiffe der Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte jeden Freitag Curry. Im Laufe der Jahrzehnte wurde es mit Mehl angedickt und milder zubereitet. So wurde es zu einem eigenständigen japanischen Gericht, das ebenso in Kantinen wie in Restaurants serviert wird.
Die Zutaten für 4 Personen
- 400 g Schmorfleisch vom Rind, Schweinefleisch oder Hähnchenfleisch
- 2 Zwiebeln, 2 Karotten und 3 Kartoffeln
- 800 ml Dashi oder Wasser
- 100 g japanischer Curry-Roux
- 1 Esslöffel neutrales Öl
- 300 g ungekochter japanischer Reis
Unser Curry-Roux ist in verschiedenen Schärfegraden erhältlich, von mild bis scharf. Für eine besonders milde Sauce wählen Sie die milde Variante; für ein würzigeres Curry mischen Sie zwei Schärfegrade.

Das Rezept Schritt für Schritt
- Die Aromaten: Die Zwiebeln in feine Scheiben schneiden und 10 Minuten in Öl anbraten, bis sie goldbraun sind. Je stärker sie karamellisieren, desto milder und vollmundiger wird die Sauce.
- Das Fleisch: Das Fleisch in Stücke schneiden, hinzugeben und von allen Seiten anbraten.
- Das Gemüse: Karotten und Kartoffeln in große Würfel schneiden und hinzugeben.
- Das Aufgießen: Das Dashi zugießen, aufkochen, den Schaum abschöpfen und zugedeckt 15 Minuten köcheln lassen.
- Der Curry-Roux: Die Herdplatte ausschalten, den in Stücke gebrochenen Curry-Roux hinzugeben und rühren, bis er vollständig geschmolzen ist.
- Zum Schluss: Noch 10 Minuten bei schwacher Hitze unter Rühren köcheln lassen, bis die Sauce am Löffel haftet.
Während das Curry köchelt, bereiten Sie den Reis nach unserer Anleitung zur Zubereitung von japanischem Reis zu.
Diesen Fehler sollten Sie vermeiden: Geben Sie den Curry-Roux nicht in kochende Flüssigkeit. Dabei bilden sich Klümpchen; abseits der Herdplatte schmilzt er sanft.
Die Geheimzutaten japanischer Familien
Jede Familie hat ihre eigene Zutat, die gegen Ende der Garzeit hinzugefügt wird, um die Sauce abzurunden:
- Ein halber geriebener Apfel für eine fruchtige Süße.
- Ein Stück dunkle Schokolade für mehr Tiefe und Farbe.
- Ein Löffel Honig, um die Gewürze abzurunden.
- Ein Schuss Sojasauce oder Worcestersauce für mehr Umami.
- Etwas Instantkaffee oder Ketchup – je nach Haushalt.
Viele Japaner sagen: Am nächsten Tag schmeckt Curry noch besser, wenn die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden.
Japanisches oder indisches Curry?
| Kriterium | Japanisches Curry | Indisches Curry |
|---|---|---|
| Konsistenz | dicke, mit Mehl gebundene Sauce | flüssiger |
| Geschmack | mild, leicht süßlich | würzig, schärfer |
| Grundlage | Curry-Roux zum Auflösen | einzeln geröstete Gewürze |
| Servieren | auf japanischem Reis | mit Basmatireis oder Naan |
Die Beilagen
In Japan wird Curry immer mit japanischem Reis in einem tiefen Teller serviert, die Sauce auf der einen und der Reis auf der anderen Seite. Dazu gibt es süßsaure Pickles wie Rakkyo, kleine eingelegte Schalotten, die den Gaumen erfrischen. Es gibt das Gericht auch als Katsu Karē mit einem in Panko panierten Schnitzel und als Curry-Udon, bei dem die Sauce mit Dashi verdünnt wird, damit sie die Nudeln umhüllt.
Aufbewahrung
Das Curry hält sich drei Tage im Kühlschrank. Es lässt sich sehr gut einfrieren, wenn Sie vorher die Kartoffeln herausnehmen, da diese mehlig werden. Erwärmen Sie es bei schwacher Hitze und geben Sie etwas Wasser hinzu: Die Sauce dickt beim Abkühlen ein.
Häufig gestellte Fragen
Was ist japanisches Curry?
Ein Eintopf aus Fleisch und Gemüse in einer dickflüssigen Currysauce, serviert auf japanischem Reis.
Wie lässt sich japanisches Curry schärfer machen?
Wählen Sie einen scharfen Curry-Roux oder geben Sie gegen Ende der Garzeit Cayennepfeffer oder Shichimi hinzu.
Kann man japanisches Curry vegetarisch zubereiten?
Ja: Ersetzen Sie das Fleisch durch Tofu, Pilze oder Wurzelgemüse und gießen Sie mit einem Dashi aus Kombu und Shiitake auf.
Welches Fleisch eignet sich?
Im Kansai nimmt man Schmorfleisch vom Rind, im Osten Japans Schweinefleisch und für eine leichtere Variante Hähnchenfleisch.
Guten Appetit
Japanisches Curry lässt sich gut in größeren Mengen zubereiten: Aufgewärmt schmeckt es am nächsten Tag noch besser. Itadakimasu!





















